Der E-Bike Motor – volle Fahrt voraus

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Was bedeutet Nm? Welche Position ist für einen E-Bike Motor die beste?

Sie sind nicht nur praktisch und schnell, sondern motivieren auch mehr und mehr Menschen, umzusteigen und auf ihnen längere Strecken zurückzulegen. E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit: sie sind nicht nur umweltschonend, sondern garantieren auch ein schnelles und besonderes Fahrerlebnis.

Technikfans und alle, die schon immer mehr darüber erfahren wollten, aufgepasst: Heute dreht sich alles um den E-Bike Motor. Wie entscheidend die Motorposition ist, welche Rolle Newtonmeter dabei spielen und wie die Reichweite eines E-Bikes beeinflusst wird, erklären wir Dir im heutigen Artikel!

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Mittelmotor von Bosch an einem Fuji E Blackhill Evo

E-Bike ist gleich E-Bike – oder?

Unter E-Bikes im Allgemeinen versteht man ein Fahrrad mit Motorantrieb. Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Pedelecs oft mit E-Bikes gleichgesetzt. Das ist so nicht ganz richtig, da bei Pedelecs der Motor nur eine unterstützende Funktion hat. Er unterstützt, sobald in die Pedale getreten wird bzw. kann optional hinzugeschaltet werden. Beide Fahrradarten unterstützen eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h. S-Pedelecs hingegen laufen bis 45 km/h.

Die richtige Motorposition

Der Motor und die entsprechende Motorposition sind wichtige Aspekte, die Du beim Kauf eines E-Bikes berücksichtigen solltest. Es gibt drei unterschiedliche Varianten der Motorposition, die jeweils Vor- und Nachteile besitzen. Wichtig ist es, im Vorhinein abzuwägen, welche Bedingungen Du an den Motor stellst. Der Motor ist entweder am Vorderrad als Vorderradmotor, in der Mitte als Mittelmotor oder hinten als Hinterradmotor angebracht. Überwiegender Beliebtheit erfreut sich der Mittelmotor, da er mit einer perfekten Schwerpunktverlagerung überzeugt. Dadurch wird ein gutes Fahrgefühl ermöglicht, das durch das geringe Gewicht nur wenig bis gar nicht negativ beeinflusst wird. Ein geringerer Stromverbrauch ist dabei aufgrund der direkten Kraftübertragung inklusive. Auch ein Rücktritt ist hier möglich. Die Nachteile des Mittelmotors: die Motorlautstärke fällt etwas lauter aus. Wegen der höheren Fahrqualität ist der Preis für einen Mittelmotor auch dementsprechend höher und die Kette wird aufgrund der Motorposition entsprechend höher belastet.

Günstiger fallen im Vergleich Vorderradmotoren aus. Alle Schaltarten und die Rücktrittbremse werden ermöglicht, das höhere Motorengewicht wirkt sich jedoch auf das Lenkverhalten aus. Daher geht der Kauf von Vorderradmotoren deutlich zurück. Der Hinterradmotor ist zunehmend an sportlichen Rädern zu finden. Schaltung und Ketten werden weniger belastet. E-Bikes mit Hinterradmotor können Energie zurückgewinnen und besitzen ein geräuscharmes Fahrwerk.

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Hinterradmotor eines Rabeneick TX-E Urban mit 252 Wh 

Watt, Newtonmeter und Kilowatt-Stunden bzw. Wattstunden

Die Leistung des Motors eines E-Mountainbike wird grundsätzlich in Watt angegeben. Doch auch das Drehmoment spielt eine Rolle. Das Drehmoment wird in Newtonmeter – kurz Nm – angegeben. Es beschreibt die Stärke des Motors. Spitzen sind dabei bis zu 120 Nm Drehmoment möglich. Wie lange ein Akku bis zu seiner Entleerung laufen kann, ist zudem abhängig von der Kapazität und seinem Verbrauch. Dieser wird wiederum in Wattstunden – kurz Wh – angegeben. Ein Vergleichswert: Ein Akku mit 500 Wh hält in etwa zwei Stunden durch, wenn während dieser Zeit dauerhaft 250 Watt aus dem Akku gezogen werden.

Die Reichweite – wie weit komme ich mit einem E-Bike?

E-Bike Motoren bieten unterschiedliche Stufen zur Unterstützung der eigenen Fahrkraft an, die in Prozent angegeben werden. Liegt die stärkste Unterstützungsstufe bei 300 %, verdreifacht sich die Kraft, die der Fahrer ausübt. Stufen bis zu 500 % sind keine Seltenheit. Je mehr Stufen ein Motor hat, umso genauer kannst Du die Stufe an die aktuelle Fahrgelegenheit anpassen. Die Reichweite kannst Du beispielsweise so hinauszögern, wenn Du weißt, dass noch anspruchsvolle Fahrsituationen vor Dir liegen. Trittst Du entsprechend fest in die Pedale, unterstützt Dich der Motor genauso stark. Trittst Du locker in die Pedale, erkennt das der Motor und unterstützt das intuitive Fahrgefühl.

Die Reichweite hat jedoch grundsätzlich nichts mit dem Motor zu tun, sondern mit dem Akku. Du kannst dazu einiges unternehmen, um ihn lange Zeit am Laufen zu halten. Schütze ihn beispielsweise im Winter mit einem speziellen Neoprenschutz. So behält er die Betriebstemperatur und trotzt dem kalten Fahrtwind.

Es kann allerdings nicht pauschal bestimmt werden, was die Reichweite garantiert ausmacht. Sie hängt von vielen weiteren Faktoren (neben denen, die auf der Gebrauchsanweisung angegeben sind) ab, wie eben von Gelände, Außentemperatur, Fahrstil und Gewicht des Fahrers. Es kann zumindest gesagt werden, dass der Akku (sofern noch voll funktionsfähig) von hochwertigen E-Bikes Strecken von 50 bis 100 Kilometern ohne Probleme und weiteres Aufladen schafft. Tipps, um Deinen E-Bike Akku super am Laufen zu halten, erfährst Du in unserem Artikel E-Bike Akkus: Reichweite, Lebensdauer, Tipps zur Pflege und interessante Fakten.

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Vorderradmotor eines Kreidler Vitality Eco 6 Edition Units

E-Bike Motoren haben es in sich. Doch auch hier fällt die Auswahl nicht leicht! Du kannst aus unterschiedlichen Motorpositionen wählen, und auch Motorleistung, Kapazität und Reichweite sind entscheidend, um das richtige E-Bike zu finden! Mit diesen Informationen über E-Bike Motoren bist Du gut gerüstet, um einen Überblick über die wichtigen Details zu erhalten.